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Für Eltern

Online-Diskussionen sind beliebt bei Kindern. In den Chatrooms finden sie immer einen Gesprächspartner. Chatten macht Spass und ist gefahrlos, wenn man weiss, wie man sich schützt. Bevor Ihre Kinder zu chatten beginnen, sollten sie die damit verbundenen Gefahren kennen und wissen, wie sie sich anderen gegenüber verhalten müssen, damit ihre Identität geschützt bleibt. Dieser Abschnitt enthält auch Informationen über verschiedene Diskussionstypen wie zum Beispiel E-Mail, Chat, IRC und Instant Messaging.

Spitznamen bieten Schutz

Im Internet werden oft Spitznamen (Nicknames) verwendet, wenn Personen ihre wahre Identität schützen möchten. Das Chatten unter einem Spitznamen bietet Sicherheit: Nur wenn Kinder im Chat ihre persönlichen Daten bekannt geben, kann jemand direkt mit ihnen Kontakt aufnehmen. Die Anonymität kann Menschen jedoch verleiten, sich anstössig zu verhalten und zu äussern.

Passwörter sind geheim

Um an Online-Diskussionen teilzunehmen, müssen die Kinder meist ein persönliches Profil oder eine Identität erstellen. Dabei handelt es sich um die Beschreibung des Nutzers, zum Beispiel um einen Spitznamen, der im Chat verwendet wird. Profile werden in der Regel durch Passwörter geschützt, um zu verhindern, dass andere sie verwenden können. Sagen Sie Ihren Kindern, dass sie ihre Passwörter immer geheim halten müssen.

Datenschutz: Was darf man über sich preisgeben, was muss man geheim halten?

Chatten ist eine Möglichkeit, sich mit anderen Kindern zu unterhalten und neue Freunde zu gewinnen. Das bedeutet, dass die Kinder Informationen über sich preisgeben. Daten, über die das Kind identifiziert werden kann, und Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) sollten im Internet jedoch nicht verraten werden. Achtung: Die Identifizierung einer Person ist auch möglich, indem verschiedene Daten, wie der Name der Schule, der Sportverein, das Wohngebiet usw., miteinander kombiniert werden.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Kontaktdaten oder andere persönliche Informationen bekannt geben. Fotos oder persönliche Daten, die Sie einem Fremden mitteilen oder schicken, sind möglicherweise für alle sichtbar. Online-Tagebücher könnten über Jahre für alle einsehbar sein. Sobald ein Text oder ein Foto im Internet veröffentlicht wurde, haben Sie die Kontrolle darüber verloren. Der Text oder das Foto kann an unzählige Orte kopiert und vielleicht niemals wieder ganz entfernt werden.

Zusammenfassung

  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Gefahren, die mit der Angabe persönlicher Daten verbunden sind.
  • Persönliche Daten sollten in den meisten Fällen geheim bleiben.
  • Teilen Sie Ihr Passwort niemandem mit, nicht einmal guten Freunden. Sie sollten Passwörter ausserdem regelmässig ändern.
  • Das Internet ist ein öffentlicher Ort. Bevor Sie Informationen oder Fotos veröffentlichen, bedenken Sie, dass jede Person darauf zugreifen kann. Mit einer Suchmaschine (z. B. Suchfunktion unter http://ch.msn.com) finden Sie heraus, welche Informationen über Sie im Web verfügbar sind. Geben Sie Ihren Namen als Suchbegriff ein.
  • Kinder müssen mit ihren Eltern über schlechte Erfahrungen im Internet reden können.
  • Weitere Informationen zum Thema Datenschutz finden Sie unter www.edsb.ch.

Siehe auch

Schutz der Privatsphäre in Chatrooms und Verwendung von Instant Messenger.